DOKUMENTATION / 2026Am Dach.
Ziegel, Anschlüsse und darunterliegende Hölzer: Gerade an den Übergängen zeigt sich, wo das Haus Aufmerksamkeit braucht.
GESCHICHTE
Alte Mauern, gewachsene Räume und ein Haus, das bis heute in privater Hand ist.

Der markante Felsen prägt den Ort ebenso wie die Gebäude, die auf ihm stehen. Innenhöfe, Fachwerk und massive Mauern erzählen von unterschiedlichen Bauzeiten und davon, wie ein solches Haus über Generationen genutzt wurde.
Bei einem Besuch lässt sich diese Geschichte am besten vor Ort entdecken.
DIE GESCHICHTE DES SCHLOSSES
Schloss Wiesentfels thront als Felsenburg auf einem rund 40 Meter hohen Dolomitsporn über dem Wiesenttal. Seine Geschichte ist über Jahrhunderte mit der Familie von Giech verbunden.
1333 erhält Ritter Albert von Giech die Burg vom Hochstift Bamberg als Lehen. Von da an bleibt Wiesentfels ganz oder teilweise im Besitz der Giech – mit Unterbrechungen über 600 Jahre, bis 1938.
Im 15. Jahrhundert wird die Anlage geteilt. Zwei Drittel gehen 1412 als Unterwiesentfels an Heinz von Schaumberg, ein Drittel 1415 als Oberwiesentfels an Hans II. von Giech. Nach dem Hussiteneinfall 1433 gilt Oberwiesentfels als „wüst“ und verschwindet später aus den Lehensbüchern.
Die heutige Burg entsteht zwischen 1476 und 1481. 1487 erhalten die Brüder Otto und Dietz von Giech die Hälfte als bambergisches Lehen; ab 1493 ist Dietz alleiniger Besitzer.
Im Bauernkrieg 1525 brennen Hollfelder Bauern die Burg nieder. Achaz von Giech baut sie im alten Stil wieder auf.
1630 erlischt mit Hans Christoph von Giech die Linie Giech-Wiesentfels. Das Hochstift zieht das Lehen 1632 ein, weil die adeligen Besitzer zum Protestantismus übergetreten waren. Nach langen Erbstreitigkeiten kommt Wiesentfels 1654 an die Thurnauer Linie der Herren von Giech. 1695 wird die Familie in den Grafenstand erhoben.
Das Schloss bleibt Wohnsitz und Eigentum der Grafen von Giech, bis 1938 der letzte Graf Franz Friedrich Carl Lothar von Giech stirbt. Die Anlage geht im Erbweg an die Freiherren Hiller von Gaertringen.
1969 erwirbt die Kunsthistorikerin Dr. Elisabeth Bender-Fughe das Schloss. Mit Sachverstand und Liebe zum Detail stellt sie die Innenausstattung zusammen. In dieser Form präsentieren sich die Räume im Wesentlichen bis heute. Dr. Bender-Fughe bleibt Eigentümerin bis zu ihrem Tod 2003.
Von 2009 bis 2025 ist die Familie Uhlmann Schlossherrin. 2025 übernimmt die Schloss Wiesentfels gGmbH die Anlage – mit dem Ziel, die Ortsmitte wiederzubeleben und das Schloss schrittweise für die Öffentlichkeit zu öffnen.
SANIERUNG & AKTUELLE ARBEITEN
Wir kümmern uns um die Substanz. Die Aufnahmen geben Einblick in dokumentierte Arbeiten und Sicherungen aus dem Jahr 2026.
DOKUMENTATION / 2026Ziegel, Anschlüsse und darunterliegende Hölzer: Gerade an den Übergängen zeigt sich, wo das Haus Aufmerksamkeit braucht.
DOKUMENTATION / 2026Die Aufnahme zeigt Abstützungen in einem historischen Raum. Die Sicherung der Bausubstanz gehört zur Grundlage der weiteren Erhaltung.
UNTERSTÜTZEN
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